Vom Schreibaby zum Zappelphilipp

Vortrag über Manualmedizin bei Kindern am 8. Mai im Klinikum Ingolstadt

Die Klinik für Kinderchirurgie des Klinikums Ingolstadt lädt am 8. Mai zum Vortrag über das sogenannte KiSS, eine Kopfgelenk-induzierten Symmetrie-Störung bei Säuglingen, und dessen manualmedizinische Behandlungsmöglichkeiten ein. Referent ist der Manualmediziner und Entdecker der KiSS, Dr. Heiner Biedermann. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und findet im Veranstaltungsraum „Ingolstadt“ im fünften Stock des Ärztehauses statt. Eingeladen sind alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Wenn ein Baby schreit, hat das viele Ursachen. Ein Neugeborenes, das in den ersten Lebensmonaten ungewöhnlich viel schreit, könnte an der sogenannten KiSS leiden, einer Kopfgelenk-induzierten Symmetrie-Störung. Dabei handelt es sich um eine Fehlstellung zwischen der Schädelbasis und den Wirbelgelenken im Bereich der oberen Halswirbelsäule. Die Ursachen dafür können geburtstraumatische Ereignisse oder die Belastung der Halswirbelsäule bei der Geburt sein, aber auch Unfälle in den ersten Lebensmonaten. Unbehandelt kann das KiSS-Syndrom im Laufe der Entwicklung des Kindes nicht nur zu asymmetrischen Haltungen und Bewegungen führen, sondern auch zu Hyperaktivität oder Konzentrationsschwäche. Mithilfe der Manualmedizin können diese Kinder schon im Säuglingsalter behandelt werden.

Der Vater der KiSS

Der Begriff KiSS geht auf Dr. Heiner Biedermann, Chirurg und Orthopäde, zurück. Schon früh in seiner Laufbahn entdeckte er die Möglichkeiten der Manualmedizin für sich. Gemeinsam mit seinem Lehrer und Mentor Dr. Friedel Gutmann beschäftigte er sich als einer der ersten überhaupt mit den Möglichkeiten dieser Form der Medizin im Kindesalter. Biedermann gilt seitdem als der Entdecker der Kopfgelenk-induzierten Symmetrie-Störung (KiSS). Er hat in seiner Laufbahn mehr als 50.000 Kinder behandelt und somit zahlreichen Eltern den Schlaf gerettet.

Die Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie lädt zu einem informativen und abwechslungsreichen Vortrag über ein kontrovers diskutiertes Thema einladen. Im Anschluss an den Vortrag steht der Referent für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Foto: Klinikum Ingolstadt