Suizidprävention im Mittelpunkt

Am 14. April startet die Plakataktion zur Woche für das Leben in den Ingolstädter Bussen.

„Leben. Menschen begleiten, zuhören“: Unter diesem Motto hängen vom 14. April bis 5. Mai Plakate mit den Hilfetelefonnummern des Krisendienstes Psychiatrie (0180 655 3000) und der Telefonseelsorge (0800 111 0 111 und 0800 111 0 222) in Ingolstädter Bussen. Die Plakataktion verweist auf die Woche für das Leben, die vom 4. bis 11. Mai das Thema Suizidprävention in den Mittelpunkt stellen wird.

Vorstellung des Plakats zur Aktion „Leben. Menschen begleiten, zuhören“ (von links nach rechts): v.l.: Siegfried Jedamzik, Vorsitzender Ärztenetz GOIN, Edeltraud Stüber, Moderatorin der Selbsthilfegruppe Angehörige um Suizid, Dr. Christoph Riedel, Koordinator Hospizverein Ingolstadt e.V., Andrea Ploß, Fachdienstleitung Beratungsstelle für psychische Gesundheit Caritas-Kreisstelle Ingolstadt, Josef Mederer, Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Martin Guth, Gebietskoordinator Krisendienst Psychiatrie Region Ingolstadt, Barbara Bagorski, Ordinariatsrätin, Dr. Robert Frank, Geschäftsführer INVG und Stadtbus Ingolstadt GmbH, Hans Iberl, Leiter Telefonseelsorge Ingolstadt, Alexander Meierl, Geschäftsleiter Passauer Wolf City-Reha, Otto Krammer, Betriebsratsvorsitzender, Richard Skorka, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Stadtbus Ingolstadt GmbH, Helga Friehe, Gesundheitsnetzwerk Leben, Gerhard Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Audi BKK.
pde-Foto: Eva-Maria Michel

In Deutschland nehmen sich jährlich rund 10.000 Menschen selbst das Leben. Dies ist für die Veranstalter der ökumenischen Woche für das Leben Anlass, sich verstärkt den Menschen zuzuwenden, die sich in auswegloser Situation und Isolation sehen oder unter depressiven Störungen leiden. Besonders möchten die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland auf die Fachdienste und Hilfsangebote der Kirchen hinweisen, um Suizid vorzubeugen. Dazu gehört auch die vom Bistum Eichstätt und der Diakonie Ingolstadt getragene Telefonseelsorge.

Bei der Telefonseelsorge Ingolstadt engagieren sich derzeit 65 Ehrenamtliche, Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen mit ihrer Lebenserfahrung und ihrer Zeit in den Gesprächen am Telefon. Sieben von ihnen sind auch in der Chatseelsorge und -beratung aktiv. Sie alle sind Ansprechpartner für Menschen in einer schwierigen Lebensphase, die einsam oder krank sind oder momentan keine Lebensperspektive für sich sehen.

Der Krisendienst Psychiatrie ist ein Angebot zur psychiatrischen Soforthilfe in Oberbayern. Unter der Rufnummer 0180 655 3000 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffene und Angehörige qualifizierte Beratung und Unterstützung. In der Region 10 – Ingolstadt, Eichstätt, Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen – wirken Mitarbeitende des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Caritas im Krisendienst mit. Im Notfall rücken zwei Fachkräfte tagsüber von 9 Uhr bis 16 Uhr als mobiles Einsatzteam aus, um Menschen in akuten seelischen Krisen und psychiatrischen Notlagen zu helfen. Andere Helferinnen und Helfer stehen dafür abends bis 21 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 21 Uhr bereit.

In insgesamt 50 Bussen der Stadtbus Ingolstadt GmbH fahren die Plakate mit den Kontaktdaten dieser beiden Dienste jeweils für eine Woche in der Zeit vom 14. April bis 5. Mai mit. Unterstützt wird die Plakataktion von einem Kooperationsbündnis bestehend aus Bistum Eichstätt, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern – Kirchenkreis Regensburg, Caritas, Telefonseelsorge Ingolstadt, Krisendienst Psychiatrie, Gesundheitsnetzwerk Leben, Audi BKK, Stadtbus Ingolstadt, Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Passauer Wolf City-Reha Ingolstadt, Hospizverein Ingolstadt, Klinikum Ingolstadt, Ärztenetz GOIN, Selbsthilfegruppe Angehörige um Suizid und Notfallseelsorge.

Weitere Informationen zur Woche für das Leben unter www.bistum-eichstaett.de/woche-fuer-das-leben.