Arthrose – immer gleich ein neues Gelenk?

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Informationsabend am 21. August um 17.30 Uhr im Klinikum über Behandlungsmethoden bei Arthrose – Eintritt frei

Spazieren gehen, im Garten arbeiten oder Fahrrad fahren –Bewegungen des Alltags, die für Menschen mit Arthrose zur Qual werden. Dr. Markus Peyerl, Leiter der Sektion orthopädische Chirurgie und Endoprothetik im Klinikum Ingolstadt, informiert am 21. August darüber, welche Möglichkeiten zur Behandlung der schmerzhaften Erkrankung bestehen und wann eine Operation notwendig ist. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und findet im Veranstaltungsraum Oberbayern statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Eine Operation ist immer nur die letzte Option in einer langen Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Erst wenn diese alle ausgeschöpft sind, denke ich gemeinsam mit meinen Patienten über eine Operation und einen Gelenkersatz nach“, kann der Orthopäde beruhigen. Denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Arthrose zu behandeln oder gar nicht erst entstehen so zu lassen. „In sehr vielen Fällen ist die Arthrose allerdings altersbedingt. Denn mit zunehmendem Alter werden die Knorpelschichten, die die Gelenke umgeben, dünner bis irgendwann Knochen an Knochen reiben. Auch Fehlstellungen wie X- oder O-Beine, ein Unfall, Vererbung oder Überlastung können die Erkrankung begünstigen,“, so Dr. Peyerl.

Der eigene Lebensstil kann den Verschleiß allerdings ebenfalls beeinflussen. Zu wenig Bewegung und Übergewicht schaden den Gelenken. „Und hier gibt es einen ersten Ansatz für die konservative Therapie“, erklärt der Spezialist: „Abnehmen, um Gewicht und damit Druck von den Gelenken zu nehmen, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde Ernährung können den weiteren Verlauf positiv beeinflussen.“ Daneben gehören Medikamente, Bandagen, Einlagen, Akupunktur und Physiotherapie zu den konservativen Maßnahmen, die bei Arthrose sehr gut helfen können.

Vielfältige Behandlungsmethoden

„Doch wenn der Verschleiß schon sehr weit fortgeschritten ist und der Patient seinen Alltag kaum mehr ohne Schmerzmittel bewältigen kann, dann sollte schon einmal über eine Operation nachgedacht werden. Und ich sage bewusst Operation und nicht neues Gelenk, denn auch im Falle eines Eingriffs muss nicht immer gleich ein künstliches Gelenk eingebaut werden“, weiß der Sektionsleiter. „Das Spektrum reicht von gelenkerhaltenden Operationen über Teilendoprothesen bis hin zum kompletten Gelenkersatz.“

Welche Behandlungsmethode sich wofür eignet, wann über ein künstliches Gelenk nachgedacht werden sollte und wie man Arthrose vorbeugen kann, darüber spricht Dr. Peyerl in seinem Vortrag am 21. August ab 17.30 Uhr im Veranstaltungsraum Oberbayern im Klinikum Ingolstadt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.